Weiterbildung

Warum es sich lohnt, einen Meisterkurs zu belegen

20 angehende Fachkräfte haben am Dienstag im Hagener Bildungszentrum der SIHK Akademie ihre Weiterbildung zum Industriemeister gestartet. Zwei Jahre lang werden sie nun dreimal in der Woche die Schulbank drücken. Wir wünschen viel Erfolg!
Janine Renfordt, in der SIHK Akademie zuständig für die Organisation der Meisterkurse, freut sich, auch in der Corona-Krise einen ausgebuchten Kurs eröffnen zu dürfen. “Dieser Kurs sollte eigentlich im August starten. Doch damals hatten wir zu wenige Teilnehmer", erinnert sie sich. Nachdem sie den Kurs auf November verschoben hatte, sei er jedoch schnell voll gewesen. “Die Nachfrage steigt”, so sich Renfordt.

Breites Aufgabenspektrum

Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Weiterbildung erwartet die Industriemeister ein breitgefächertes Aufgabenspektrum bis ins mittlere Management hinein. In ihren Unternehmen werden sie dann Mitarbeiter führen, Arbeitsabläufe organisieren, wirtschaftliche Prozesse anstoßen und mit komplexen Kommunikationssystemen arbeiten. Oftmals fallen auch die Personalentwicklung, das Qualitätsmanagement und der Umwelt- und Gesundheitsschutz in den Aufgabenbereich eines Meisters.
Die verbesserten Karriereaussichten sind laut Janine Renfordt auch der Hauptantrieb, warum sich ein Facharbeiter neben seinem Acht-Stunden-Tag auch noch eine anstrengende Weiterbildung aufbürdet: “Manche wollen in eine Führungsposition bei ihrem aktuellen Arbeitgeber gelangen, andere erhoffen sich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt”, erklärt sie.
Die meisten angehenden Meister, so Renfordt, werden von ihrer Firma zur Weiterbildung geschickt, andere melden sich in Eigenregie an. In seltenen Fällen haben die Meisterschüler eine spezielle Motivation: “Manche wollen Meister werden, um ein besserer Chef zu sein als der, den sie momentan haben”, sagt Janine Renfordt. Auf diese Weise leisten sogar schlechte Vorgesetzte ihren unfreiwilligen Beitrag zur Karriereplanung.

Abschluss vergleichbar mit dem Bachelor

“Ein Meister entspricht dem akademischen Grad des Bachelor”, erklärt Janine Renfordt. Nach dem Meister gebe es dann noch die Möglichkeit, sich zum Technischen Betriebswirt zu qualifizieren – das wäre dann vergleichbar mit einem Master.
Wer sich zum Industriemeister der Fachrichtungen Elektro, Metall, Kunststoff-Kautschuk oder Lagerlogistik qualifizieren möchte, hat in der SIHK Akademie mehrere Möglichkeiten, um sein Ziel zu erreichen. Ein Vollzeitlehrgang erstreckt sich über lediglich acht Monate. Abendlehrgänge nehmen zwei Jahre in Anspruch, während ein Samstags-Kurs sogar mehr als drei Jahre dauert.

Zur Anmeldung

Für die im Februar in den Bildungsstätten der SIHK Akademie in Hagen, Hemer und Lüdenscheid beginnenden Meisterkurse gibt es bereits Anmeldungen. Noch sind allerdings Plätze frei. “Bis Mitte Dezember hätte ich den Kurs gerne voll”, so Renfordt.
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