Azubi-Blog

Azubis der SIHK Akademie stellen sich vor

Zwei Auszubildende erlernen bei der SIHK Akademie gerade ihr berufliches Handwerkszeug. Sirvan Coskun macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Jonas Eduard Lorenz ist angehender Fachinformatiker für Systemintegration.

Sirvan Coskun lernt Kauffrau für Büromanagement

  • Name: Sirvan Coskun
  • Geburtsdatum: 21. Oktober 1998
  • Geburtsort: Velbert
Meine ersten zwei Wochen bei der SIHK Akademie vergingen wie im Flug. Ich habe bereits in verschiedene Abteilungen hineingeblickt, sodass die Zeit sehr schnell verging.
Die Tätigkeiten sind sehr vielfältig und interessant. Es fiel mir leicht, mich schnell hineinzuarbeiten, da ich vom gesamten Team herzlich aufgenommen wurde. Ich hatte schon einen Einblick in die Abteilungen Finanzbuchhaltung, Lehrgangsorganisationen und Kaufmännische Weiterbildungen. Ich habe Bildungsschecks kontrolliert und Unterlagen vervollständigt, Firmen-Etiketten erstellt und vieles mehr.
Zudem habe ich an zwei Meetings teilgenommen, in denen wir verschiedene Konzepte besprochen haben, was mir besonders viel Spaß gemacht hat und mir die Chance gegeben hat, die SIHK Akademie besser kennen zu lernen. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm, da wir im Team sehr viel und offen kommunizieren.
Am ersten Berufsschultag habe ich meine Lehrer und meine Mitschüler kennengelernt. Uns wurde die gesamte Schullaufbahn vorgestellt. Zu meinen Fächern gehören Büroprozesse, Geschäftsprozesse, Informationslehre, Englisch und Sport. Mein erster Tag in der Berufsschule hat mir noch mehr die Motivation gegeben, stets an meinem Ziel festzuhalten.

Jonas Lorenz macht eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration

  • Name: Jonas Lorenz
  • Geburtsdatum: 30. Mai 1996
  • Geburtsort: Menden
Ich habe bis nach der 12. Klasse (2014) die gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule in Werdohl besucht. Anschließend habe ich eine Ausbildung zum Galvaniseur begonnen und 2017 auch erfolgreich beendet. Da ich mich beruflich umorientieren wollte, habe ich letztes Jahr im September angefangen, Elektrotechnik mit Nebenfach Mathematik zu studieren und habe parallel dazu angefangen, mich um eine Ausbildungsstelle als Fachinformatiker für Systemintegration zu bewerben, da ich diesen Beruf bzw. diesen Bereich (IT/Elektro) schon immer sehr interessant fand und ich sehr viel Spaß daran habe, mit Computern, Software und Programmen zu arbeiten.
Meine ersten beiden Wochen an der SIHK Akademie waren sehr spannend und interessant. Ich habe viele neue Kollegen kennengelernt, meinen Arbeitsplatz eingerichtet und begonnen, verschiedene Programmiersprachen kennen zu lernen. 
Auch mehrere kleine Programme habe ich schon selbst geschrieben. Die Programmiersprache, die ich momentan lerne, ist C/C++. Diese Sprache ist speziell dazu entwickelt worden, Maschinen und Anlagen zu programmieren. Sie ist eine der ältesten Sprachen und eignet sich hervorragend zum Einstieg ins Programmieren, da viele andere Programmiersprachen auf ihr aufbauen und viele Befehle identisch mit denen in anderen Sprachen sind. Sie überschneidet sich quasi mit anderen Programmiersprachen.
Demnächst möchte ich gerne mit Java und Python anfangen, um selbst eigene Apps zu entwerfen und zu schreiben.
In der Berufsschule habe ich mich recht schnell zurechtgefunden. Ich habe meine neuen Lehrer kennen gelernt und meinen neuen Stundenplan bekommen. Der Stundenplan besteht aus den Lernfeldern 1 – 5. Spezielle Fächer gibt es nicht mehr. Welchen Unterricht ich gar nicht mag, ist Lernfeld 2 (Wirtschaftslehre), das mochte ich noch nie. Dafür freue ich mich umso mehr auf die Lernfelder 4 und 5 (Netzwerktechnik und Anwendungsentwicklung). Hier nochmal ein Überblick über die einzelnen Lernfelder:
  • Lernfeld 1: Der Betrieb und sein Umfeld
  • Lernfeld 2: Wirtschaftslehre
  • Lernfeld 3: Hardwaretechnik
  • Lernfeld 4: Netzwerktechnik
  • Lernfeld 5: Anwendungsentwicklung (Programmieren)
  • Sport

18. September 2020: Live dabei beim Vorstellungsgespräch

Sirvan Coskun: Zurzeit arbeite ich in der Abteilung “kaufmännische Weiterbildung”. Die Tätigkeit dort ist sehr vielfältig. Ich durfte bereits die Fehlzeiten in der Datenbank erfassen, neue Stammdaten einpflegen, Lernmaterialien für die Dozenten in den jeweiligen Seminarräumen austeilen, neue Teilnehmer für die Veranstaltungen anmelden und die jeweiligen Anmeldebestätigungen rausschicken und Veranstaltungen in der Datenbank freigeben.
Der Abteilungsleiter hat mich mit zu einem Vorstellungsgespräch genommen. Das fand ich besonders interessant, da es etwas komplett Neues für mich war, als Azubi zuzuhören, wie ein Dozent sich vorstellt.
In der Abteilung setzt man sich immer mit etwas Neuem auseinander, da man einen direkten Kontakt mit den Dozenten und Teilnehmern hat. Zudem durfte ich auch an der Sitzung der QM-Arbeitskreises teilnehmen, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat.
In der Finanzbuchhaltungen durfte ich Bildungsschecks bearbeiten, Kontoauszüge überprüfen, Eingangsrechnungen mit Stempel und Barcode versehen und einscannen. Anschließend habe ich die Rechnungen kontiert und gebucht.
In der Berufsschule befassen wir uns momentan mit Geschäftsbriefen und ich freue mich darauf, diese bald in der Praxis anzuwenden. Zudem habe ich mich als Klassensprecherin zur Verfügung gestellt. Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen.

28. September 2020: Unterwegs in Hemer

Jonas Lorenz: Das letzte Update ist nun auch wieder ein paar Wochen her, und meine Aufgaben an der SIHK Akademie sind immer vielseitiger geworden. In letzter Zeit hatte ich viel mit der technischen Bildungsstätte in Hemer zu tun. Zusammen mit einem Kollegen rüste ich dort die Software und die Hardware der Computer auf. Um dies zu gewährleisten, fahre ich nach Hemer und hole nach und nach immer wieder einige Computer ab, die dann in Hagen bearbeitet werden.
Parallel dazu arbeiten mein Ausbilder und ich daran, neue Tablet-PCs und neue Laptops für den Standort in Hemer einzurichten. Ich finde es gut, dass mein Ausbilder mir diese Verantwortung überlässt und mir vertraut. Gleichzeitig habe ich allgemein viel über die Hardware eines Computers gelernt. Dazu habe ich ältere Computer, die nicht mehr benötigt werden, auseinander gebaut und aufgerüstet.
Mittlerweile ist auch die Berufsschule voll im Gange. Die Lehrer geben uns in den einzelnen Lernfeldern sehr viel Input.
In Lernfeld 1 („Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben“) haben wir bisher die allgemeinen Rechte und Pflichten eines Auszubildenden kennen gelernt. Dieses Fach mag ich am aller wenigsten. Das war aber bereits während meiner ersten Ausbildung so, als das Fach noch ,,Wirtschaftslehre“ hieß.
In Lernfeld 2 („Arbeitsplätze nach Kundenwunsch ausstatten“) haben wir uns sehr viel mit Lagerwirtschaft und Lagerkosten beschäftigt.
In Lernfeld 3 („Clients in Netzwerke einbinden“) ging es hingegen damit los, dass uns die sieben Stufen der Datenübertragung beigebracht wurden. Das sogenannte „OSI-Schichten-Modell“. Momentan besprechen wir die einzelnen Schichten detailliert und ausführlich. Dieses Lernfeld ist für meinen Beruf besonders wichtig.
In Lernfeld 4 („Schutzbedarfsanalyse im eigenen Betrieb durchführen“) haben wir damit begonnen, uns mit den allgemeinen Datenschutzgesetzen zu beschäftigen.
In Lernfeld 5 („Software zur Verwaltung von Daten anpassen“) haben wir uns mit der Funktionsweise der einzelnen Komponenten und Bauteile eines Computers beschäftigt und wie diese miteinander arbeiten. Dieses Lernfeld macht mir neben Lernfeld 3 am meisten Spaß.

6. Oktober: Vor den Ferien noch schnell zwei Klausuren

Jonas Lorenz: Nun sind schon wieder Herbstferien und es ist für zwei Wochen keine Schule. Heute war der letzte Tag vor den Ferien. Natürlich mussten dann an einem solchen Tag noch zwei Klausuren in den Lernfeldern 2 und 3 geschrieben werden.
In der 5. Und 6. Stunde haben wir die Klausur im Lernfeld 3 geschrieben. Das Thema der Klausur war Kupferverkabelung (UTP, STP), Glasfaserverkabelung, Netzwerktopologien und das OSI-Schichten-Modell. Unter Kupfer-, und Glasfaserverkabelung kann man sich natürlich viel vorstellen. Aber was hat das mit Netzwerktopologien und dem „OSI-Schichten-Modell“ auf sich?
Netzwerktopologien sind Strukturen. Diese Strukturen beschreiben, wie ich unterschiedliche Netzwerkkomponenten und Endgeräte miteinander verbinde. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie z. B. die RING-Topologie, die BUS-Topologie, die VERMASCHTE Topologie und viele andere.
Das OSI-Schichten-Modell ist sehr aufwändig zu erklären. Ich versuche, mich kurz zu fassen. Das Modell beschreibt den Vorgang, der abläuft, wenn ich beliebige Daten an meinen Empfänger schicke. Dieser Vorgang läuft in sieben Stufen ab.
In der 7. und  8. Stunde haben wir dann die Klausur in Lernfeld 5 geschrieben. Die Themen dieser Klausur waren Zahlensysteme, speziell jene, mit den
en der Computer arbeitet. Des Weiteren ging es um Assemblersprache. Assemblersprache ist die Sprache, mit der ein Computer arbeitet. Mit dieser Sprache greife ich direkt auf die einzelnen Komponenten des Computers zu (RAM, CPU usw.).
Insgesamt habe ich bei beiden Klausuren ein gutes Gefühl, da ich mich recht intensiv vorbereitet habe.
So nun verabschiede ich mich und wünsche schöne Ferien.

9. November: “Wir können jetzt die Knigge-Regeln”

Sirvan Coskun: In den letzten Wochen war ich in der Abteilung “Technische Lehrgänge / Umschulungen / QM”. Es war eine sehr spannende Woche. Ich durfte für die Technische Bildungsstätte in Hemer Anmeldungen und Verträge für Lehrgänge erfassen. Anschließenden sind wir nach Hemer gefahren und haben die Anmeldungen übermittelt. Dadurch hatte ich die Chance, die TB Hemer besser kennenzulernen.
Zudem durfte ich bei der Anmeldung der neuen Umschüler dabei sein. Nach der Anmeldung haben wir die Umschüler durchs Bildungszentrum geführt und ihnen die Räume und unsere Maschinen gezeigt. Die vielen unterschiedlichen Eindrücke waren wirklich spannend.
In der Finanzbuchhaltung habe ich Bildungsschecks und Prämiengutscheine abgerechnet und Dauerbelege erfasst. Anschließend durfte ich meiner Ausbilderin über die Schulter schauen und mit ihr die Bankauszüge buchen.
Uns Azubis der SIHK-Akademie wurde Angeboten, an einem Seminar bei uns vor Ort teilzunehmen. Herr Lorenz und ich, haben an einem Knigge-Seminar teilgenommen. Dort haben wir unter anderem gelernt, wie wir uns bei einem Geschäftsessen verhalten, also welches Besteck in welcher Reihenfolge benutzt wird und solche Dinge. Interessant war auch, zu lernen, wie man eine Rede hält oder ein Meeting eröffnet. Kleiden im Berufsleben, nicht im Jogginganzug, im Büro mit einem Hemd. Aufgeteilt in je eine Gruppe aus Männern und Frauen, haben wir gelernt, wie man mit Kollegen spricht, wie man ein Gespräch beginnt – und über welche Themen man auf der Arbeit besser nicht spricht. Außerdem haben wir gelernt, wie man eine Person vorstellt, zum Beispiel wenn ein neuer Mitarbeiter in der Firma angefangen hat.
Der Dozent war richtig cool und hat die Inhalte super-unterhaltsam rübergebracht.
In der Berufsschule habe ich bisher zwei Tests geschrieben. Im November stehen außerdem die ersten Klausuren an.